Kategorie: Aus der Schreibwerkstatt (Seite 1 von 6)

Aus meinem Autorinnenleben im September 2020

Bei mir ändert sich nicht viel. Auch im September. Ich koche meine Buchstabensuppe für mich alleine. Dabei lieben die Leute Veränderungen. Immer mal geschieht etwas Neues. Es soll nicht alles beim Alten bleiben, damit es nicht langweilig wird. Man heiratet, bekommt zwei Kinder und baut ein Haus. So plant man es und oft klappt es auch. Diese geplanten Veränderungen begreifen wir zwar als etwas Neues, aber gar nicht als Veränderungen, sondern als kontinuierliche Entwicklungen. Sie geben uns das Gefühl von Sicherheit. Aber was ist, wenn im Leben etwas Unvorhersehbares passiert? Es kann etwas Gutes sein. Ich selbst hoffe als Autorin darauf, bei einem Schreibwettbewerb, den ersten oder zweiten oder dritten Preis zu gewinnen. Aber meistens sind ungeplante Veränderungen negativ. Was ist, wenn uns jemand hineingelegt hat? Was ist, wenn wir ein Kind verlieren? Es kann so viel passieren, das wir wieder hinbiegen und rückgängig machen wollen. Diese Veränderungen, ob positiv oder negativ, können wir nicht beeinflussen. Viele haben zum Beispiel durch die Corona-Krise ihre berufliche Existenz verloren. Unser Leben, das so sicher scheint, ist es nicht. Es lebe die Veränderung.

Aus meinem Autorinnenleben im April 2020

Die Pandemie zwingt wohl jeden Autor zum Erliegen seiner außerhäuslichen Aktivitäten.  Ich beschränke mich sowieso meist aufs Schreiben. Zwischendurch die ein oder andere Geschichte für einen Wettbewerb. Hauptsächlich etwas nur für mich,  das ich nicht veröffentlichen möchte. Aber hier lasse ich einmal die Welt an meinen Gedanken teilnehmen. Weiterlesen

Aus meinem Autorinnenleben im März 2020

Am Samstag, den 7. März war ich auf der Buchmesse. Welche Buchmesse? Die in Stockstadt am Rhein. Diese Buchmesse wurde nicht wegen eines Virus abgesagt. Obwohl sie wohl deswegen dieses Jahr weniger stark besucht wurde, wie die Aussteller meinten.  Die Buchmesse im Ried, so heißt sie eigentlich, findet jedes Jahr über zwei Tage statt und ist überschaubar.  Es gibt eine schöne Eröffnungsfeier mit Programm, bei der es jedes Jahr heißt „And the winner is…..“. Mehrere Gewinner gibt es  immer. Ob man dazu zählt, erfährt man erst dort. Um gewinnen zu können, muss man an einen Schreibwettbewerb teilnehmen. Nicht ganz, es gab auch einen Preis für die Grafik und für den Namen der Schnacke, dem Maskottchen der Messe. Der lautet übrigens „Schmöcke“.  Das finde ich sehr passend. Zurück zum Schreibwettbewerb: Gegen Ende jedes Jahres ruft die Stadt Stockstadt zu einem Schreibwettbewerb auf, deren Gewinner in nächsten Frühjahr zur Buchmesse bekannt gegeben werden.  Fünf Preise für Erwachsene und fünf für Jugendliche werden vergeben. Die Beteiligung war hoch. Das Thema lautete diesmal  „Nachgeschmack“. Ich hatte mich auch beteiligt und wurde deshalb eingeladen. Zu den Preisträgern zählte ich nicht. Zugegeben rechnete ich auch nicht damit. Die prämierten Geschichten wurden auch teilweise nach der Eröffnungsfeier von den Gewinnern vorgelesen und sie waren um einiges besser als die von mir eingereichte. Die übrigen Vorträge zum Messeprogramm waren auch sehr interessant. Gleich hinter dem Messegelände beginnt der „Kühkopf“, eine riesige Riedwiese. Das erklärt auch, warum eine Schnacke das Maskottchen der Buchmesse ist.

 

 

 

Aus meinem Autorinnenleben im Oktober 2019

Sonntag, 20. 10. 2019, 17:30 Uhr.  Fünf erlebnisreiche Tage der Frankfurter Buchmesse gingen zu Ende. Für mich zu diesem Zeitpunkt mit einer Poetry Slam Darbietung auf einer der zahlreichen Bühnen dort.  Ein schöner Ausklang, wie ich finde.
Wie jedes Jahr  war der Besuch der Buchmesse für mich spannend.  Ich hoffe, für die  anderen mehr als 302 000 Besucher auch. Das war ein neuer Besucherrekord.  Nicht nur die Aussteller, auch das Bühnenprogramm auf  der Messe und das Rahmenprogramm in  der Stadt lockten zahlreiche Leute an.
Dieses Jahr war die Messe innovativer denn je.  Hier sieht man mich an einem Stand mit einer seltsamen Kopfbedeckung. Ich trage diese Haube nicht wirklich, sie ist digital.
Am besten auf der Messe finde ich immer noch die Nebenschauplätze. Zum Lachen gab es für mich viel dabei.

Manche Autoren bringen jedes  Jahr ein neues Buch heraus. Auch mit Bekanntheitsgrad und guten Verkaufszahlen müssen das Autoren schon, um vom Schreiben leben zu können.   Momentan bin ich Ein-Buch-Autorin und damit zufrieden. Wenn ich ein weiteres Buch schreiben möchte, tue ich das, ansonsten nicht.  Ich schreibe zwar fast jeden Tag. Entweder an einer Kurzgeschichte, die ich auch irgendwann zu einem Wettbewerb einreiche.  Falls ich in die Auswahl komme, gebe ich es hier bekannt. Ansonsten mache ich mir über einiges Gedanken und bringe sie zu Papier. Allerdings nicht zum Veröffentlichen.

 

 

Aus meinem Autorinnenleben im Juni 2019

Als Autorin freut man sich immer über Rezensionen.  Auch, wenn sie nicht so gut sind. In diesem Fall eben über die ehrliche Meinung. Wenn sie gut sind, kann es sich aber durchaus auch um ehrliche Meinungen handeln. Ich habe für meinen Roman wieder ein paar gute bekommen. Nicht nur bei Amazon, aber dort kann man einfach nebenstehend auf meinen Roman klicken. Man kann einen Blick ins Buch werfen und die Rezensionen lesen. Weil ich mich ab und an an Ausschreibungen beteilige, möchte ich meine weitere Kurzgeschichte ‚Kaffee‘ aus der Anthologie ‚Heiter bis Köstlich‘ vom Edition Paashaas Verlag http://www.verlag-epv.de/  nicht vorenthalten. Die andere Geschichte darin ‚Meine dicke Freundin‘ findet sich im Autorinnenleben vom Mai.

Kaffee
Also, meine Freundin – bei ihr geht alles schief. Für ihren Unterhalt sorgen kann sie ja. Aber wenn die sonst was machen soll oder machen will, dann geht etwas schief.
Ich bin gerade auf dem Heimweg gewesen und hab ja ganz plötzlich so nen Kaffeedurst gekriegt. Nur noch Kaffee, Kaffee, Kaffee, hab ich gedacht. Ich hätte ja nur fünf Minuten bis heim gebraucht. Da habe ich ne Kaffeemaschine. Ne ganz normale, nicht so nen modernen Pipifax. In dem Moment hat mich meine Freundin auf dem Handy angerufen und gefragt, ob ich jetzt mal bei ihr vorbeikomme. Ich bin ja gerne mit ihr zusammen. Die kann mir ja auch nen Kaffee kochen, hab ich gedacht und ja gesagt. Das ist genauso weit wie zu mir gewesen. Weiterlesen

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