Autor: Gudrun Riefer (Seite 1 von 8)

Aus meinem Autorinnenleben

Wieso schreiben? Viele Autoren tun es, um damit Geld zu verdienen. Ich bin keine Autorin, die vom Schreiben lebt. Es gibt ja auch noch Autoren, die leben, um zu schreiben. Die, die ihre Bücher gut verkaufen, gehören übrigens auch dazu. Wieso soll man aber etwas schreiben? Wir sind ja immer in Handlungen und somit in Geschichten verstrickt. Diese kann man in Tagebüchern festhalten. Manche Leute drängt es dazu, Tagebuch zu führen, aber deswegen betrachten sie sich nicht als Autoren. Diejenigen, die kein Tagebuch führen, drängt es nicht dazu. ‚Ich weiß doch, was ich erlebt habe’, sagen sie. Aber sind die selbst erlebten Geschichten nicht irgendwie anders, als die, die in Bücher stehen? Viele davon fesseln nicht und eignen sich nicht zum Veröffentlichen.  Manche davon sind so komisch, dass sie gar nicht erzählen, geschweige denn aufschreiben sollte. Außer in Tagebücher.

Mit dem Schreiben ist es sowieso so eine Sache. Eine Sache der Perspektive zum Beispiel. Man kann aus verschiedenen Perspektiven schreiben. Man kann dabei gar die Perspektiven wechseln und somit multiperspektiv erzählen. Ich probierte es übrigens noch nicht aus. Wie aber schreibt man gut? Josef Pulitzer sagte es so: Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Schreibe klar – und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft – und sie werden es in Gedanken behalten.                   Das sollte stimmen. Aber ob es für jeden fesselnd und klar ist, ist wieder eine andere Sache. Wie man auch schreibt, einen eigenen Stil hat jeder. Welcher Mensch welchen Brief verfasst hat, erkenne ich schon an der Formulierung. Das Herz liegt nicht nur auf der Zunge, sondern auch in den geschriebenen Worten.

Aus meinem Autorinnenleben im Dezember 2023

In diesem Monat schickte ich eine Geschichte zu einem Wettbewerb ein. Es war ein Thema vorgegeben. Okay, das hätte ich noch umsetzen können. Das besondere dabei war, es sollte ein Märchen sein. Weil ich noch nie Märchen schrieb, dachte ich, es würde mir nicht gelingen, aber ich versuchte es. Zu meiner Überraschung gelang es. Sonst hätte ich auch keinen Beitrag zum Wettbewerb einreichen können.  Weiterlesen

Aus meinem Autorinnenleben im November 2023

Letzten Monat  war ich in Urlaub. Nicht den ganzen Monat. Nur 8 Tage Kreuzfahrt durch den Ärmelkanal. Natürlich gab es dabei auch Besichtigungen. Der eindrucksvollste Ausflug auf dieser Kreuzfahrt war Stonehenge. Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erleben, heißt es so schön. Man erlebt so einiges, das man eventuell schriftlich verarbeiten kann. Eventuell eben.            An Schreibwettbewerben nehme ich gerne teil.  Sie haben vorgegebene Längen und meistens vorgegebene Themen. Kürzlich freute ich mich über die  Nachricht, dass eine Kurzgeschichte, die ich zu einem Literaturwettbewerb eingereicht hatte, zwar nicht einen der ersten drei ausgeschriebenen Preise gewann,  aber in die Anthologie aufgenommen wurde. Genau die von Bubenreuther Literaturwettbewerb.  Sie ist auch bereits beim Verlag BooksOnDemand erhältlich und heißt einfach ‚9. Bubenreuther Literaturwettbewerb‘. Er findet schließlich jedes Jahr statt.  Im letzten Monat beteiligte ich mich noch an einen weiteren Literaturwettbewerb. Ob ich einen Preis gewonnen habe oder in die Anthologie aufgenommen werde, erfahre ich erst im Februar nächsten Jahres. Das Thema davon war ‚Woran hat’s gelegen‘ .  Zurzeit versuche ich, etwas für einen neuen Wettbewerb zu schreiben. Bis zum Einsendeschluss habe ich noch ein wenig Zeit. Man muss aber auch noch eine Idee zum ausgeschriebenen Thema haben. Das ist das größte Problem, denn das Thema ist oft einfältig.

Aus meinem Autorinnenleben im August 2023

Ich freue mich, dass ihr meine Webseite besucht und euch für meine Arbeit interessiert.

Zunächst möchte ich euch sagen, dass ich beeindruckt bin, dass mein Roman “Über den Tellerrand” so gut bei euch angekommen ist. Ich habe viele positive Rückmeldungen von euch erhalten, die mich sehr motiviert haben, weiter zu schreiben. Allerdings wird mein Buchtitel falsch verstanden, nämlich, dass man über den Tellerrand schauen sollte. Gemeint ist etwas Banaleres. Es ist eine Anspielung auf die bösen Streitigkeiten in dieser Familie, die  immer beim Mittagessen stattfinden. Alle fallen mit beleidigenden Worten und Gelächter über die Tochter Eva her. Die Familie im Roman sitzt vor ihren Tellern und isst. Was dabei noch stattfindet, ist mit ‚Über den Tellerrand’ gemeint. Es ist eine familieninterne Angelegenheit, die nicht nach außen dringen soll. Alle Leser*innen kriegen es mit und gucken somit doch über den Tellerrand. Weiterlesen

Neues aus meinem Autorinnenleben im Juli 2023

Im Juni nahm ich an drei verschiedenen Schreibwettbewerben teil. Somit hatte ich drei verschiedene Kurzgeschichten zu schreiben. Im April hatte ich bereits mit den Schreiben begonnen. Zwei von den dreien schickte ich nach Österreich. Ach, die Themen waren ‚Grundlos’, ‚Dumm gelaufen’ und ‚Nachhaltig leben’. Nach dem Einreichen machte ich erst mal Ende Juni eine Woche Urlaub in Baden-Württemberg. Es kam nicht auf das Bundesland an. Es ging mir darum, zu entspannen und eine Sommerwoche mal wo anders zu verbringen. Sommer ist ja Urlaubszeit. Jetzt warte noch ab, ob ich einen Preis gewinne. Es kommt eben immer auf die Zukunft an. Die Vergangenheit ist nur bei Beerdigungen interessant, aber nur die positive. Ich finde es nicht angebracht, zu Lebzeiten mit vergangenen Erfolgen zu prahlen. Lob zu bekommen, ist mir unangenehm. In diesen Punkt sind die Leute verschieden. Aber niemand möchte mit Negativen aus seiner Vergangenheit konfrontiert werden. Ich tue so etwas nicht, denn ich weiß, wie unbeliebt man sich damit macht. Um klug zu handeln, muss man eben gewisse Erfahrungen gesammelt haben. Erst dann weiß man, was man lieber sein lassen sollte. Ist der Fehler geschehen, ist die Zukunft voraussehbar. Der Erfahrene weiß einfach, dass es wieder so kommen wird, wie es schon einmal war.

Ältere Beiträge