Autor: Gudrun Riefer (Seite 1 von 3)

Aus meinem Autorinnenleben im November 2018


„Worüber man nicht sprechen kann, soll man schweigen.“
Dieses weise, für meine Begriffe richtige, Zitat von Ludwig Wittgenstein ist bekannt.
Der Umkehrschluss müsste lauten: Worüber man nicht schweigen kann, muss man reden.
Ganz stimmt dieser Umkehrschluss nicht, denn man wird nicht von jedem verstanden.
Schreiben kann man über beides. Über etwas, über das man schweigen sollte, und lässt es in seiner Schublade liegen. Das tue ich manchmal. Man kann auch über Dinge schreiben, über die man nicht schweigen kann. Unter den Lesern finden sich welche, die es verstehen.
Eingefügt ist der Zeitungsartikel über den Lesemarathon in Kassel am 4. November, bei dem ich auch meine neu in einer Anthologie erschienenen Kurzgeschichte ‚Die Adoptivtochter‘ vorlas. Sie handelt ein sehr persönlich Thema ab, über das ich nicht schweigen kann. Auch wenn es manchen Leuten nicht gefällt, worüber ich nicht schweigen kann. Deshalb führte ich solche Gedankenspiele auf. Man kann meine Kurzgeschichte online nachlesen auf der Webseite www.nordhessischer-autorenpreis.de. Alle anderen ausgewählten Geschichten zum Ausschreibungsthema ‚An der Grenze‘ natürlich auch.

Aus meinem Autorinnenleben im Oktober 2018

Im Oktober ist natürlich wie jedes Jahr die Frankfurter Buchmesse angesagt. Dort war ich auch ganz schön auf Trab. Es bot sich mir auch diesmal viel Information und Austausch. Weiterlesen

Aus meinem Autorinnenleben im September 2018

3. Kasseler POETS’ DAY: An der Grenze 6. Anthologie des Nordhessischen Autorenpreises wird mit einem sechsstündigen Lesemarathon präsentiert.

Ich bin auch dabei und werde meine in der Anthologie erscheinenden Geschichte ‚Die Adoptivtochter‘ vorlesen. Der folgende Text des Veranstalters enthält alle Informationen. Zu welcher Uhrzeit ich lese, werde ich allerdings noch nennen.

Kassel. AutorInnen aus der Region Kassel treffen sich am 4. November zum 3. Kasseler POETS’ DAY im autorencafé der Werkstatt Kassel zu einem sechsstündigen Lesemarathon. Kommen und Gehen ist Lesenden und interessierten Zuhörenden zwischen 13 und 19 Uhr jederzeit möglich. Wir Spinner, Jenseits der Mauser, Baumkrebs, Zur Not ein Feinweiss, Das kenne ich vom Sport – fünf Titel von 30 in der Anthologie An der Grenze. Die 6. Anthologie des Nordhessischen Autorenpreises erscheint am 4. November – virtuell, als blätterbare Fassung auf der Website des Vereins. Zeitgemäß? Ein Tribut an die Zeit? Auf jeden Fall ein anders Format und ein Wagnis. Beim 3. Kasseler POETS’ DAY werden die Texte hörbar, werden performt von ihren ganz echten und unvirtuellen AutorInnen. Der Nordhessische Autorenpreis e. V. fördert mit der Anthologie und dem POETS’ DAY das literarische Potenzial in der Region, den Texten widerfährt Öffentlichkeit, die Menschen hinter den Texten werden lebendig, die AutorInnen können untereinander und mit ihrem Publikum in Kontakt kommen. Lassen Sie sich mitnehmen an Grenzen, über Grenzen, zwischen Zeilen, hinter Mauern, jenseits der Linien, in Endlosschleifen oder ganz woanders hin. Für (süße und salzige) Snacks sowie (heiße und kalte) Getränke ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.

Aus meinem Autorinnenleben im Juli 2018

Überall herrscht Sommerpause. Genau die gönne ich mir auch momentan. Sicherlich schreibe ich ab und an. Nur mit der Vermarktung  halte ich mich im Sommer zurück. Der letzte Artikel zählte praktisch auch zu meinem Autorinnenleben im Juli.  Für einen Preis war der Text nicht schlecht genug. Aber ich war ins Finale zur ‚Nacht der schlechten Texte‘ gekommen und mit dem Beitrag unter diesem stand ich auf großer Bühne. Man sieht: Ich kann auch schlechte Texte. Weiterlesen

Die zerschnittene Hose

(Diese Geschichte reichte ich  zum Wettbewerb ‚Nacht der schlechten Texte‘ ein und kam damit ins Finale. Das heißt, unter die ersten acht von allen Einreichungen. Es machte mir Spaß, meinen Text vorzutragen und ich kam auch gut an. Zu einem Preis reichte es nicht.)  

Sechs Sachbearbeiter vom Arbeitsamt trafen sich nach Feierabend  im Hallenbad zu einem Wettschwimmen. Da gab es aber nur vier Sprungblöcke zum ins Wasser springen. Da machten halt nur die vier Besten mit. Zwei schauten zu. Der eine davon dachte an seine Mutter.  Einer von den vieren, die ins Wasser gesprungen sind, war der Allerbeste von den vier Besten, die ins Wasser springen durften, und gewann mit weitem Vorsprung. Er wollte es noch einmal beweisen. Dass er eben der Beste war. Deshalb schwammen die vier besten Sachbearbeiter noch einmal um die Wette. Also die, die am besten schwimmen konnten.  Im Sachenbearbeiten waren die vier Sachbearbeiter alle gleich gut. Eher gleich schlecht. Wieder gewann der, der schon einmal gewonnen hatte. Die zwei Sachbearbeiter, die zuguckten, weil sie nicht so gut schwimmen konnten, waren im Sachenbearbeiten auch nicht schlechter als die, die besser schwimmen konnten.  Jedenfalls freuten sich die zwei schlechteren Schwimmer auch mit dem Schwimmgewinner.  Alle sechs Sachbearbeiter hatten Spaß  im Hallenbad. So viel Spaß hatten sie schon lange nicht mehr zusammen.

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